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Kennst Du diese 8 Fakten über Spargel schon?

Ich muss gestehen, ich bin ein totaler Spargelfan und bin ganz aus dem Häuschen, dass endlich wieder Spargelsaison ist! Spargel ist nämlich eins meiner Top-5 Lieblingsgemüse und vor allem den grünen Spargel mag ich besonders gerne. Hier mein super leckeres Rezept für gebratenen grünen Spargel. Ein wahrer Gaumenschmaus und regionales Superfood durch und durch! Bis zum traditionellen Ende der Spargelsaison am Johannistag, dem 23. Juni, werde ich wohl noch Tonnen davon in mich hineinschaufeln. 🙂

8 Fakten über Spargel

  • Ursprünglich kommt das Powergemüse aus Vorderasien und wird dort seit mehr als 4.000 Jahren verzehrt. Auch die alten Ägypter, Römer und Griechen wussten schon, dass Spargel nicht nur ein Schmankerl ist, sondern auch als Aphrodisiakum wirken kann. Ein Aphrodisiakum steigert das Lustempfinden bzw. die Libido. Mit nur durchschnittlich 18 Kilokalorien pro 100 g ist vor allem weißer Spargel ein wahres Leichtgewicht. Zudem gehört Spargel zu einer der wenigen Gemüsesorten, die durch das leichte Erhitzen ihren Nährstoffgehalt erhöhen. Die enthaltenen Stoffe Quercetin, Lutein und Betacarotin entfalten dadurch erst ihre volle Power. 
  • Grüner Spargel ist voller Chlorophyll, dem grünen Pflanzenfarbstoff. Verglichen mit dem weißen Spargel hat der grüne gut doppelt so viele zellschützende Polyphenole, Zink, Vitamin A, B, C und E sowie Calcium. Die grüne Variante hat sogar bis zu 20-mal mehr Vitamin A, das vor allem gut für die Haut ist! Zusätzlich hat er gut 7-mal so viele Antioxidantien, die uns vor der Alterung schützen. Außerdem enthalten die Stangen generell viele ätherische Öle, Mineralstoffe wie Kalium und Eisen sowie Folsäure. Zusätzlich zählt er mit ca. 94 % Wassergehalt zu den wasserreichsten Gemüsearten. 
  • Lange, dünne Spargelstangen haben bis zu 100% mehr Antioxidantien als kurze, dicke! Rosafarbene Verfärbungen von weißem Spargel deuten auf einen hohen Gehalt an Rutin (Antioxidant) an, das besonders herzschützend ist. Violetter Spargel ist besonders reich an Anthocyanen (Antioxidant). Diese violetten Pigmente zählen zu den wirksamsten Schutzmechanismen vor UV-Strahlen und Krebs. Außerdem stecken die Stangen voller Ballaststoffe, die sehr willkommenes Fressen für unsere gesunde Darmflora sind. 
  • Weißer Spargel ist tatsächlich ein Zufallsprodukt gewesen! Um die Triebe vor Ungeziefer zu schützen und um Wärme zu speichern, stellte man Tonhauben über die empfindlichen Triebe. Der Lichtentzug führt dazu, dass der Spargel weiß bleibt. Hat er eine violette Verfärbung an den Köpfen, haben diese etwas Sonnenlicht abbekommen. Tatsächlich gibt es neben dem weißen und grünen noch violetten, wilden und dunkel purpurnen, fast schwarzen Spargel. Letzterer sollte nicht gekocht werden, da er sonst seine Farbe verliert und dunkelgrün wird. Vor allem angebraten entfaltet er sein nussiges Aroma am besten. Dabei handelt es sich bei den unterschiedlichen Farben nicht zwingend um verschiedene Sorten. Es zeigt lediglich, wie viel Licht die Pflanze abbekommen hat! Der grüne Farbstoff entwickelt sich erst durch die Berührung mit Sonnenlicht. 

Darauf solltest Du bei der Verarbeitung achten

  • Frischen grünen Spargel musst Du nicht wirklich schälen. Es reicht vollkommen nur die angetrockneten Enden der Spargelstangen um 1-2 cm zu kürzen. Weißer Spargel muss dagegen zusätzliche immer geschält werden, da die holzigen Fasern ihn sonst unkaubar machen. Am einfachsten ist das Schälen vom Kopf zum Ende. Mir persönlich fällt es immer am einfachsten, wenn ich den Spargelkopf festhalte und den restlichen Teil auf dem Handballen bzw. Unterarm ablege.
  • Die Garzeit beträgt beim weißen Spargel etwa 15-20 Minuten. Grüner muss ca. 8 Minuten gekocht oder 10-12 Minuten bei mittlerer Hitze gebraten werden. Im Backofen ist er je nach Dicke nach 35-45 Minuten bei 200 Grad Celsius gar.
  • Beim Einkaufen solltest Du vor allem auf die Frische achten und Dein Augenmerk auf saisonalen, regionalen und biologischen Spargel legen. In Deutschland sind die größten Anbaugebiete in Beelitz bei Berlin, in Nienburg bei Hannover, Schwetzingen bei Mannheim und Schrobenhausen bei München. Frischer Spargel ist daran zu erkennen, dass er knackig ist, sich nicht biegen lässt, geschlossene Köpfe hat und die Enden nicht zu holzig sind. Zudem quietscht frischer Spargel, wenn Du die Stangen aneinander reibst.
  • Zur Lagerung solltest Du den noch ungeschälten Spargel in ein feuchtes Küchentuch einwickeln und in den Kühlschrank legen. So bleibt er noch zwei bis drei Tage frisch. Falls Du noch weit über die Saison hinaus in seinen Geschmack kommen willst, solltest Du ihn luftdicht verpacken und einfrieren. Gefrorenen Spargel kannst Du ohne Auftauen direkt in kochendes Wasser geben oder wie verarbeiten wie wenn er frisch wäre.
Vor allem grüner Spargel hat es mir sehr angetan – hier gebraten mit der Eiweissbombe Tempeh
Vor allem grüner Spargel hat es mir sehr angetan – hier gebraten mit der Eiweissbombe Tempeh
Der Spargelgeruch danach liegt in den Genen

Ich muss jedes Mal nach dem Spargelessen ein wenig schmunzeln, wenn ich beim Wasserlassen bin. Der Geruch erinnert mich daran, was es an dem Tag zum Essen gab. Nämlich eins meiner Lieblingsessen! 🙂
Dabei bestimmen unsere Gene, ob wir diesen Geruch produzieren oder nicht. Schätzungen zufolge wandelt jeder Zweite von uns die im Spargel enthaltene Asparaginsäure (Spargel heißt im Englischen „asparagus“) in stark geruchsintensive, schwefelhaltige Abbauprodukte um. Und genau dieses Schwefel macht den typischen Spargelgeruch „danach“ aus.
Wer von Euch liebt denn Spargel genauso wie ich? Und wer muss nach dem Verzehr auch schmunzeln? 😉

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Hier alle in diesem Blogpost verwendeten Quellen

Boari, F./Cefola, M./Gioia, F. D./Pace, B./Serio, F./Cantore, V. 2013: Effect of cooking methods on antioxidant activity and nitrate content of selected wild Mediterranean plants, in: International Journal of Food Sciences and Nutrition, Vol. 64, 2013, No. 7, pp. 870-876.

Ramamoorthy, A./Sadler, B. M./van Hasselt, J. G. C. et al. 2017: Crowdsourced Asparagus Urinary Odor Population Kinetics, in: CPT Pharmacometrics & Systems Pharmacology, Vol. 7, 2017, No. 1, pp. 34-41.
https://ascpt.onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/psp4.12264

Romojaro, A./Botella, M. A./Obón, C./Pretel, M. T. 2013: Nutritional and antioxidant properties of wild edible plants and their use as potential ingredients in the modern diet, in: International Journal of Food Sciences and Nutrition, Vol. 64, 2013, No. 8, pp. 944-952.

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