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Das Demeter-Siegel – eines der strengsten im Bio-Bereich

In BLOG by rosalazic2 Comments

Das Demeter-Siegel als Gütesiegel

Das Demeter-Markenzeichen gibt es seit 1928. Als ältester Bioverband Deutschlands bezeichnet der Demeter e.V. die eigene Landwirtschaft als „nachhaltigste Form der Landbewirtschaftung“ und ist in seiner Kennzeichnung strenger als das Bio-Siegel bzw. die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung. Mittlerweile ist Demeter in mehr als 50 Ländern vertreten. Der Name stammt übrigens von der griechischen Göttin Demeter: Das ist die Göttin der Fruchtbarkeit der Erde, des Getreides, der Saat und der Jahreszeiten.

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Als „demeter“ dürfen sich nur biologisch-dynamisch wirtschaftende Betriebe nennen, die eine strenge Zertifizierung durchlaufen. Deren Einhaltung wird regelmäßig und oft auch unangekündigt kontrolliert. Weitere Kriterien sind eine Gesamtumstellung des kompletten Betriebes auf einen ökologisch kontrollierten Anbau, strengere Vorgaben zur Verwendung von Pflanzenschutzmitteln (also Pestiziden) und Zusatzstoffen in Produkten. Hier gilt also das Prinzip: Entweder ganz oder gar nicht. Ein Demeter-Hof verfolgt somit das Ziel eine eigene Kreislaufwirtschaft zu erzeugen: ein optimales, biodynamisches Zusammenspiel von Natur, Tier, Mensch und Boden. Somit soll von außen möglichst wenig zugekauft werden und der Hof soll eigenständig – als quasi „Selbstversorger“ – fungieren. Zudem ist der Einsatz von Gentechnik in jeglicher Form untersagt.

Tierhaltung ist in Demeter-Betrieben vorgeschrieben, um den Dünger für den Ackerbau selbst erzeugen zu können. Auch die Tierhaltung unterliegt strikteren Richtlinien als es beispielsweise die EU-Richtlinien vorsehen: Eine Enthornung ist verboten und der Schlachthof darf nicht weiter als 200 Kilometer entfernt sein. Außerdem dürfen insgesamt weniger Geflügel und Schweine pro Hektar Fläche gehalten werden.

Trägt ein Lebensmittel das „Demeter“-Siegel, kann zudem folgendes ausgeschlossen werden:

– Verwendung von jeglicher Art gentechnisch veränderter Pflanzen/Tiere
– ionisierende Bestrahlung
– Begasung zum Zwecke der Entkeimung
– Verwendung von Nanotechnologie
– Einsatz von Sorten aus Zellfusionstechniken (CMS-Sorten)
– Gefriertrocknungsverfahren
– ESL-Technologien, Homogenisierung, Sterilisation und Ultrahocherhitzung von Milch
– Einsatz chemischer Konservierungsmittel
– Ethylenbegasung von Obst und Gemüse mit Ausnahme von Bananen
– Einsatz von Extrusionstechnologien, Hochfrequenztrocknung, Mikrowellengeräte, Hochfrequenz-Infrarot-Backöfen, Mikroverkapselung und Flüssigrauch

Produkte, die mit dem Siegel gekennzeichnet sind, findest Du in Bio-Supermärkten, gut sortierten Supermärkten mit Bio-Angebot und oftmals auf dem Wochenmarkt. Wie Du siehst, lohnt es sich nach dem Demeter-Siegel Ausschau zu halten.

Ist Dir dieses Siegel schon einmal aufgefallen? Oder legst Du überhaupt Wert darauf, dass Gentechnik komplett ausgeschlossen wird? Ich bin gespannt auf Deine Meinung! 🙂

 

Ausführliche Auflistung der Richtlinien als pdf-Dokument

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Comments

    1. Author

      Hi Sabrina,
      das freut mich sehr – es lohnt sich jedenfalls die Augen danach offen zu halten! 😉
      Ganz liebe Grüße,
      Rosa

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