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Bärlauchpesto einfach selber machen (Rezept)

Bärlauchpesto einfach selbst herstellen!

Gerade spriesst er nahezu überall – sogar im Englischen Garten mitten in München findest Du ihn: den Bärlauch! Ich konnte natürlich nicht widerstehen, habe meinen Drahtesel und einen Jutebeutel gepackt und bin auf die Jagd gegangen. Besonders heutzutage, wo Sicherheitsabstand einen wichtigen Stellenwert in unserem Miteinander eingenommen hat, kann Dir Bärlauch ein kleiner Helfer sein: Bärlauch ist nämlich wild wachsender Knoblauch, der auch so riecht! Oder Dich eben riechen lässt! 😉

Das wissen tatsächlich viele nicht und denken, dass zusätzlich zum Bärlauch in meinem Pesto auch noch Knoblauch zu finden ist. Falsch gedacht! Das kleine, grüne Blatt hilft Dir auch ganz alleine dabei, Dir Vampire und andere Plagegeister vom Leib zu halten. Also, weg mit der Knoblauchkette – her mit dem Bärlauchpesto! 😉

Bärlauchpesto einfach selber machen – Food Lifestyle Facts

Bärlauchpesto

Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 10 Minuten
Arbeitszeit: 20 Minuten
Gericht: Beilage, Kleinigkeit
Keyword: glutenfrei, Rohkost, vegan
Portionen: 1 großes Schraubglas mit ca. 450 g

Equipment

  • Salatschleuder
  • Pürierstab
  • tiefer Behälter zum Pürieren
  • Pfanne

Zutaten

  • 200 g Bärlauch
  • 25 g Sonnenblumenkerne
  • 25 g Walnüsse
  • 200 ml Olivenöl
  • 1 Prise Meersalz
  • ½ Zitrone gepresst

Anleitungen

  • Frischen Bärlauch gründlich waschen, in der Salatschleuder trocken schleudern und gut abtrocknen lassen. Das macht das Pesto später länger haltbar!
  • Walnusskerne klein hacken und mit den Sonnenblumenkernen in einer Pfanne ohne Öl anrösten.
  • Währenddessen den Bärlauch grob klein hacken und in einen tiefen Behälter füllen.
  • Die Nüsse sowie das Olivenöl, Meersalz und den Saft einer halben Zitrone hinzugeben und fein pürieren bis es die Konsistenz eines Pestos erhält. Eventuell bei Bedarf mit mehr Salz abschmecken. Guten Appetit!

Nährwerte

Serving: 100g | Calories: 458.3kcal | Carbohydrates: 2.3g | Protein: 2.6g | Fat: 47.1g
Ausprobiert?Dann verlinke mich gerne! @rosa_lazic oder #foodlifestylefacts!
Achtung beim Sammeln!

Bärlauch gibt es frisch kaum zu kaufen und Du findest ihn nur selten auf dem Markt. Beim Sammeln solltest Du sehr vorsichtig sein, da das Maiglöckchen wie auch die Herbstzeitlose dem wilden Knoblauch sehr ähnlich sehen. Beide Doppelgänger sind aber giftig und solltest Du tunlichst meiden! Nur die Bärlauchblätter wachsen einzeln aus dem Boden und riechen stark nach Knoblauch.

Du kannst das Bärlauchpesto prima einfach so auf Dein frisch gebackenes Brot schmieren. Ich mag es zum Beispiel auch sehr gerne zu meinem Chia-Buchweizenbrot. Außerdem passt es natürlich super zu Nudeln oder auch zu Ofengemüse. Falls Du nicht alle Blätter zu Pesto verarbeiten möchtest, kannst Du auch welche in Deinen Grünen Smoothie oder generell in den Salat mischen.

Bärlauch – regionales Superfood

Bei “Superfood” denken viele immer gleich an irgendwelche, kaum aussprechbare exotische Früchte, Knollen oder Wundermittelchen. Doch auch heimische Gewächse haben es in sich und sind bei Weitem frischer und nachhaltiger als Lebensmittel, die vom anderen Ende der Welt kommen. Je länger der Transportweg ist, desto mehr wichtige Antioxidantien, Vitamine und Nährstoffe gehen verloren. Daher ist es wichtig, Transportwege möglichst kurz zu halten.

Mit nur ca. 19 Kalorien pro 100 g ist das knoblauchartige Gewächs ein richtiges Leichtgewicht. Zudem sticht es mit 150 mg Vitamin C pro 100 g sogar die dafür berühmt-berüchtigte Zitrone! Außerdem ist es reich an Folsäure sowie an Kalium, das wiederum sehr wichtig für unseren Säure-Basen-Haushalt ist. Auch unser Bindegewebe profitiert von dieser Kombination sehr stark! Neben der antioxidativen Wirkung finden wir auch einen antibakteriellen und entzündungshemmenden Effekt der darin enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe. Verdauungserkrankungen, ein erhöhter Cholesterinspiegel aber auch Bluthochdruck können in Studien nachweislich gemildert werden!

Ich liebe das Bärlauchpesto beispielsweise auf frisch gebackenem Brot mit etwas Meersalz
Ich liebe das Bärlauchpesto beispielsweise auf frisch gebackenem Brot mit etwas Meersalz
Bewusster Umgang mit regionalen Lebensmitteln

Auch sehr wichtig ist es, dass Du hochwertiges Öl verwendest – mehr dazu verrate ich Dir bald in einem ausführlichen Beitrag über Fette und Öle. Je geschmacksneutraler Dein Öl ist, desto intensiver kommt der Eigengeschmack des Bärlauchs raus. Richtig hochwertiges Olivenöl, das ich hier gerne verwende, findest Du vor allem in Deinem Bio-Supermarkt.

Wo Du Bärlauch sammeln kannst, findest Du beispielsweise auch auf mundraub.org. mundraub ist die größte deutschsprachige Plattform für frei zugängliche essbare Pflanzen, Sträucher oder auch Obstbäume. Natürlich unter Berücksichtigung von Eigentumsrechten oder auch generell unter Benutzung des gesunden Menschenverstandes. Es gibt auch ab und zu Entdeckertouren. Tatsächlich wollte ich immer schon einmal eine Wildkräuterführung machen!

Wie Du siehst, gibt es auch in heimischen Gefilden genügend tolle Lebensmittel! Weitere Rezepte findest Du *hier*. Viel Spaß beim Sammeln, Stinken und Verschenken und wie immer: an Guadn! 🙂
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Quellen für diesen Blogpost

Bombicz, M. et al. 2017: A Novel Therapeutic Approach in the Treatment of Pulmonary Arterial Hypertension: Allium ursinum Liophylisate Alleviates Symptoms Comparably to Sildenafil, in: International Journal of Molecular Sciences, Vol. 18, 2017, No. 7, p. 1436.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5535927/

Bombicz. M. et al. 2016: Anti-Atherogenic Properties of Allium ursinum Liophylisate: Impact on Lipoprotein Homeostasis and Cardiac Biomarkers in Hypercholesterolemic Rabbits, in: International Journal of Molecular Sciences, Vol. 17, 2016, No. 8, p. E1284.
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27517918

Petropoulos, S. A./Di Gioia, F./Polyzos, N./Tzortzakis, N. 2020: Natural Antioxidants, Health Effects and Bioactive Properties of Wild Allium Species, in: Current Pharmaceutical Design, E-pub Ahead of Print.
http://www.eurekaselect.com/178988/article

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