Proteinreicher Linsennudelsalat – super einfach, schnell und gesund
Gerade in letzter Zeit wurde ich vermehrt nach Rezepten und Tipps gefragt, wie man leichter seinen Proteinbedarf decken kann. Tatsächlich ist Protein (auch „Eiweiß“ genannt) auch häufig der Makronährstoff, der neben Kohlenhydraten und Fetten in der allgemeinen Ernährung häufig etwas zu kurz kommt. Meist liegt das daran, dass unsere Lieblingsgerichte häufig eine Kombination von Kohlenhydraten und Fetten sind: Pizza Margherita, Nudeln mit Pesto, Brotzeit mit Käse, Pommes Frites..
Auch ganz viele Snacks haben oftmals entweder vor allem Kohlenhydrate wie Obst oder Fette wie Nüsse. Um auf den Proteinbedarf zu kommen, gerade, wenn man sportlich aktiv ist, ist manchmal gar nicht so einfach und daher rate ich immer, bewusst eine proteinreiche Beilage zu nehmen oder proteinreiche Snacks einzubauen. Viele denken bei Proteinen gleich an Bodybuilder und haben ein leicht verklärtes Bild. Doch Eiweiße sind für uns überlebensnotwendig und ohne sie sind wir nicht lebensfähig. Mehr über Proteine und wie Du Deinen täglichen Proteinbedarf ermittelst, verrate ich Dir in *diesem* Blogbeitrag.
Eines meiner absoluten Lieblingsrezepte im Sommer ist ein Nudelsalat mit Linsennudeln und Joghurt-Tahini-Zitronen-Dressing. Geht einfach super schnell, kannst Du sowohl als Beilage, aber auch als Hauptmahlzeit essen, geht aber ebenso als Mitbringsel zum Grillen und hält sich 1-2 Tage im Kühlschrank. Gleichzeitig versorgst Du Deinen Körper mit wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Pasta? Basta!
Warum Linsennudeln die bessere Wahl sind
Bevor wir zum Rezept kommen, möchte ich Dir kurz erklären, warum Linsennudeln in diesem Salat so eine wichtige Rolle spielen – und warum sie sich hervorragend eignen, wenn Du Deinen Proteinanteil erhöhen möchtest.
Linsennudeln werden ausschließlich aus rotem oder gelbem Linsenmehl hergestellt. Das klingt erstmal unspektakulär, macht aber einen enormen Unterschied in der Nährstoffzusammensetzung: Während klassische Nudeln aus Hartweizengrieß auf rund 5–7 g Protein pro 100 g kommen, liefern Linsennudeln je nach Produkt etwa 20–25 g Protein auf 100 g – das ist fast das Vierfache. Gleichzeitig sind sie von Natur aus glutenfrei, was sie für Menschen mit Zöliakie oder Glutensensitivität zur idealen Nudelwahl macht.
Ein weiterer Pluspunkt: Linsennudeln enthalten deutlich mehr Ballaststoffe als herkömmliche Nudeln. Ballaststoffe sättigen länger, unterstützen die Verdauung und sorgen dafür, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen nicht so stark ansteigt. Für alle, die auf ihre Kohlenhydratzufuhr achten, ist das ein echter Vorteil – auch wenn Linsennudeln keine „Low Carb“-Nudeln im eigentlichen Sinne sind, unterscheiden sie sich doch spürbar von klassischen Pasta-Produkten. Einen gesonderten Blogbeitrag dazu findest Du *hier*.
Der Geschmack? Mild, leicht nussig und nach dem Kochen kaum von normalen Nudeln zu unterscheiden – besonders im Salat, wo das Dressing ohnehin die Hauptrolle spielt. Aber jetzt erstmal ran ans Rezept!

Kochutensilien
- 2 Töpfe, mittelgroß und klein
- 1 Pfanne
Zutaten
- 250 g Linsennudeln
- 1 Prise Salz
- 100 g Kichererbsen & Rote Linsen "Couscous" von dm (unbezahlte Werbung)
- 1 EL Rapsöl
- 1 Messerspitze Salz, gemahlene/n Pfeffer, Paprika, Ingwer, Koriandersamen
- 200 g Tofu geräuchert
- 3 Knoblauchzehen optional
- 1 EL Rapsöl
- 100 g Cocktail-Strauchtomaten
- 100 g Brokkoli
- 2 mittelgroße Karotten
- 300 g Blattsalat z.B. Rucola und Babyspinat gemischt
- 100 g Kichererbsen
- 1 handvoll Basilikum
Dressing
- 100 g Sojajoghurt ungesüßt
- 1 EL Tahini
- ½ Zitrone gepresst
- 1 Messerspitze Salz, gemahlene/n Pfeffer, Paprika, Ingwer, Koriandersamen
Anleitungen
- Für die Linsennudeln bringst Du 2l Wasser in einem Topf zum Kochen, gibst eine Prise Salz hinzu, lässt die Nudeln 6-8 Minuten kochen und gießt sie dann vorsichtig ab.
- Während Du Deine Linsennudeln zubereitest, bringst Du für den Kichererbsen & Rote Linsen "Couscous" in einem kleinen Topf 120 ml Wasser mit 1 EL Rapsöl zum Kochen. Wenn das Wasser kocht, nimmst Du den Topf vom Herd, gibst den Couscous hinein, würzt ihn mit 1 Messerspitze Salz, gemahlene/n Pfeffer, Paprika, Ingwer, Koriandersamen, vermischst alles gut und lässt ihn für 5 Minuten abgedeckt quellen.
- Erhitze 1 EL Rapsöl in einer Pfanne, schneide den Tofu in 1 cm große Würfel, den Knoblauch in dünne Scheiben und brate alles für ca. 5 Minuten an. Würze mit Salz und Pfeffer.
- Wasche Deinen Salat, schneide die Tomaten und den Brokkoli in kleine Stücke, die Karotten in dünne Scheiben. Gib alles zusammen mit den Linsennudeln, dem Couscous und Kichererbsen in eine große Salatschüssel.
- Für das Dressing verrührst Du den Sojajoghurt mit dem Tahini, dem Zitronensaft und den Gewürzen gut miteinander und gibst es auf Deinen Salat. Vermische alles gut, garniere mit Basilikum und wie immer: An Guadn!
Nährwerte
Die Schlüssel-Zutaten im Überblick
Was diesen Salat so besonders macht, ist die Kombination verschiedener pflanzlicher Proteinquellen. Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Zutaten und warum sie so gut zusammenpassen:
Linsennudeln liefern, wie oben beschrieben, die Hauptmenge an Protein und Ballaststoffen. Sie bilden die sättigende Basis des Salats.
Geräucherter Tofu ist eine der vielseitigsten pflanzlichen Proteinquellen überhaupt. Mit rund 12–15 g Protein pro 100 g und einem rauchigen Eigengeschmack bringt er nicht nur Nährstoffe, sondern auch Tiefe ins Gericht. Beim Anbraten entwickelt er eine leicht knusprige Außenseite, die wunderbar mit dem cremigen Dressing harmoniert. Wer keinen geräucherten Tofu mag oder bekommt, kann auf normalen Natur-Tofu oder Tempeh ausweichen – beide funktionieren gut.
Kichererbsen sind ein weiterer Proteinlieferant und sorgen zusätzlich für Biss und Textur im Salat. Sie enthalten neben Protein auch Eisen, Magnesium und Folsäure. Ich verwende hier sowohl normale Kichererbsen aus der Dose als auch den Kichererbsen & Rote Linsen „Couscous“ von dm, der dem Salat eine interessante Konsistenz verleiht.
Sojajoghurt bildet die Basis des Dressings und macht es cremig, ohne schwer zu sein. Im Vergleich zu einem klassischen Mayo-Dressing ist er deutlich leichter und liefert zusätzlich noch Protein und probiotische Kulturen, die gut für die Darmflora sind. Wichtig: immer ungesüßten Sojajoghurt verwenden, damit das Dressing nicht zu süßlich wird.
Tahini – also Sesampaste – ist das geschmackliche Herzstück des Dressings. Sie bringt eine nussige, leicht bittere Tiefe mit, die den Salat unverkennbar macht. Gleichzeitig liefert Tahini wertvolle ungesättigte Fettsäuren, Kalzium und Eisen. Für alle, die Tahini noch nicht kennen: Es lohnt sich, damit zu experimentieren – in Dressings, Soßen oder einfach aufs Brot.
Frisches Gemüse – Brokkoli, Karotten, Cocktailtomaten und Blattsalat – runden den Salat mit Vitaminen, Antioxidantien und Farbe ab. Gerade die Kombination aus Rucola und Babyspinat bringt eine leicht pfeffrige Note, die gut zum Tahini-Dressing passt.
Das Dressing: Warum diese Kombination so gut funktioniert
Das Joghurt-Tahini-Zitronen-Dressing ist der eigentliche Star dieses Rezepts – und gleichzeitig denkbar einfach. Die Kombination aus drei Hauptzutaten ergibt eine cremige, aromatische Soße, die zum Salat passt wie die Faust aufs Auge.
Der Sojajoghurt liefert die Cremigkeit und eine milde Säure. Der Tahini bringt Tiefe, Nussigkeit und Fett – das wiederum dabei hilft, fettlösliche Vitamine aus dem Gemüse aufzunehmen. Der frische Zitronensaft sorgt für die nötige Frische und Helligkeit, die das Gericht zusammenhält.
Die Gewürzkombination – Salz, Pfeffer, Paprika, Ingwer, Koriandersamen – klingt auf den ersten Blick ungewöhnlich, ergibt aber genau das richtige Maß an Wärme und Komplexität ohne zu dominieren.
Variationen des Dressings:
- Ohne Sojajoghurt: Kokosmilch-Joghurt funktioniert ebenfalls gut und gibt eine leicht exotische Note
- Wer es schärfer mag: eine Messerspitze Harissa oder Chiliflocken hinzufügen
- Für eine leichte Süße: ein Teelöffel Ahornsirup
- Für mehr Knoblauchgeschmack: eine frisch gepresste Knoblauchzehe direkt ins Dressing
Meal Prep & Lagerung: So planst Du clever vor
Einer der größten Vorteile dieses Salats ist seine Meal-Prep-Tauglichkeit. Hier ein paar Tipps, damit er auch am nächsten Tag noch frisch schmeckt:
Dressing separat aufbewahren: Wenn Du den Salat nicht sofort komplett isst, bewahre das Dressing in einem separaten Behälter auf und mische es erst kurz vor dem Servieren darunter. So wird der Salat nicht matschig.
Lagerung im Kühlschrank: Der fertig angemachte Salat hält sich 1–2 Tage im Kühlschrank, das Dressing allein sogar 3–4 Tage.
Für die Arbeit: Bereite den Salat abends vor, fülle ihn in ein Lunchbox-Glas (das Dressing in einem kleinen separaten Glas dazu) und Du hast ein sättigendes Mittagessen zum Mitnehmen – ohne Stress am Morgen.
Einfrieren: Vom Einfrieren rate ich ab – Salat und Tomaten verlieren nach dem Auftauen stark an Textur und Frische. Die Linsennudeln allein könntest Du aber gekocht einfrieren und bei Bedarf auftauen.
Variationen & Substitutionen
Das Rezept ist bewusst flexibel gehalten. Hier sind einige erprobte Alternativen:
- Tofu → Tempeh (noch mehr Protein, kräftigerer Geschmack)
- Brokkoli → Zucchini, grüne Bohnen oder Erbsen – je nach Saison
- Kichererbsen-Linsen-Couscous → normale Kichererbsen aus der Dose reichen vollkommen aus
- Sojajoghurt → Kokosmilch-Joghurt (für exotischere Note)
- Rapsöl zum Anbraten → Kokosöl oder Olivenöl funktionieren ebenfalls
- Blattsalat → Im Winter passt Feldsalat oder Radicchio hervorragend als Alternative zu Rucola und Babyspinat
Proteinreich, leicht, lecker – und so viel mehr
Gerade im Sommer liebe ich frische Salate, weil sie unkompliziert sind, man nicht unnötig lange in der Küche steht und sie sättigen ohne zu beschweren. Und Du siehst: Es ist gar nicht so schwer, sich eiweißreicher zu ernähren – man muss nur wissen, welche Zutaten man einsetzen kann. Linsennudeln sind dabei eine absolut unterschätzte Zutat, die ich inzwischen regelmäßig im Vorratsschrank habe.
Wenn Dir dieser Salat schmeckt, probiere auch gerne meinen leichten Linsennudelsalat mit Zitronen-Senf-Dressing – eine etwas schlankere Variante für die Tage, an denen man es besonders leicht mag.
In diesem Sinne: An Guadn! 🙂
Falls Du noch mehr leichte, vegane Sommerrezepte suchst, habe ich auf Pinterest ein Board für Dich zusammengestellt.
Deine Rosa 🙂

P.S.: Ich würde mich freuen, wenn Du meine Facebook-Fanpage abonnierst. Damit bleibst Du am einfachsten auf dem Laufenden. Natürlich kannst Du diesen Beitrag oder meine anderen Rezepte und Blogposts gerne auch teilen – sharing is caring! <3




No Comments