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Warum Selbstliebe so wichtig ist

Selbstliebe hat es in der heutigen Zeit irgendwie ziemlich schwierig. Schnell wird sie mit Arroganz oder Eingebildetsein oder gar Egoismus verwechselt. Zudem kommt hinzu, dass wir uns immer wieder mit anderen Menschen vergleichen. Sei es die neue Kollegin, die durchtrainierte Trainerin im Fitnessstudio oder auch einfach mit Z-Prominenten aus den sozialen Medien. Das Problem bei der Sache ist aber, dass wir uns meist mit Personen vergleichen, die es vermeintlich besser haben als wir. Als Resultat sind wir unzufrieden ohne zu hinterfragen, ob der Vergleich nicht vielleicht doch hinkend ist. Wir können nicht hinter die scheinbar schöne Fassade blicken, die uns präsentiert wird. Das kann oft in Selbstkritik oder in einem falschen Selbst- und Fremdbild enden. Viel zu oft beschäftigen wir uns mit dem, wie andere Menschen sind, anstatt uns zu fragen, wer wir eigentlich selbst sind.

Hast Du Dich das schon einmal gefragt?

Es gibt manche Fragen, die hast Du Dir wahrscheinlich bisher noch nie oder nur sehr selten gestellt. Doch das sind Fragen, die Du Dir immer wieder stellen solltest, um Dich selbst besser kennen zu lernen. Erst dann kannst Du Dich auch lieben, wenn Du weisst, was an Dir liebenswert ist! Niemand auf der ganzen Welt verdient Deine Liebe und Zuneigung so sehr wie Du selbst. Erst wenn Du Dich selbst liebst, wirst Du auch andere vollkommen lieben können. Deswegen ist es auch so wichtig, Zeit alleine zu verbringen. Denn erst dann wirst Du Dich wirklich kennenlernen. Dich und Deine wahren Bedürfnisse. Was Dir wichtig ist, was Dich ausmacht und was Dich wirklich glücklich macht. 

Wann hast Du Dir das letzte Mal bewusst Zeit für Dich genommen? Was macht Dich wirklich glücklich? Machst Du bestimmte Dinge nur, weil Du dann denkst, dass Du dann gut genug bist? Denkst Du, Du bist nur liebenswert, wenn Du für andere da bist oder bestimmte Dinge tust? Was sind Deine Stärken? Was sind Deine Schwächen? Fällt es Dir schwer, Dir Probleme und Fehler selbst einzugestehen? Bist Du sehr streng mit Dir? Suchst Du nach Anerkennung? Bist Du stolz auf Dich? Ist es Dir wichtig, dass Deine Eltern stolz auf Dich sind? Was magst Du an Dir? Wann hast Du Dich das letzte Mal selbst gelobt?

Perhaps the biggest mistake I made in the past was that I believed love was about finding the right person.
In reality, love is about becoming the right person. Don’t look for the person you want to spend your life with. Become the person you want to spend your life with.

Neil Strauss
Selbstliebe ist das Fundament für jede andere Liebe

Wenn Du Dich nicht selbst liebst, dann wird es Dir auch schwer fallen, andere Menschen zu lieben. Zumindest auf langfristige Sicht. Dein Ziel sollte es sein, Dich mehr als Deinen Partner oder Deine Freunde zu lieben. Das Ziel sollte nicht sein, Deine Selbstliebe und Deinen Selbstwert davon abhängig zu machen, wie sehr Dich andere mögen. Selbstliebe bedeutet auch, sich im Spiegel anschauen zu können ohne gleich an den eigenen Makeln hängen zu bleiben. Und ja, auch ich habe sie, die Problemzonen, die ich lange Zeit gehasst habe. Doch mittlerweile habe ich sie akzeptiert und sie sind ein Teil von mir. Ich habe sie mit Sport soweit eingegrenzt, dass ich weiss, der Rest liegt nicht mehr in meiner Hand und das ist auch vollkommen ok so. Das bin ich, mit Haut und Haaren und ich mag mich so, wie ich bin. Dieser Körper vollbringt manchmal Höchstleistungen, sei es beim Sport, beim Feiern bis in die Morgenstunden oder wochenlangem Schlafmangel. Ich glaube, ich hätte an seiner Stelle viel öfter mal blau gemacht. Mein Körper ist mein Kapital, mein Tempel, mein Zuhause – das einzige Zuhause, in dem ich wirklich mein ganzes Leben lang verbringen werde. Andere machen sich’s daheim wohnlich, ich hingegen will selbst gerne in mir wohnen wollen. So komisch es auch klingt.

All Deine Liebe nach außen baut auf Deiner Liebe zu Dir selbst, auf Deiner Selbstliebe auf. Erst wenn Du Dich selbst als liebenswert erachtest, Dich selbst liebst, wirst Du das auch nach außen tragen können. Wir sind oft so hart zu uns selbst. Doch sollten wir uns öfters einen Moment nehmen, uns zurücklehnen und auf unser bisheriges Leben zurückblicken: Auf den Herzschmerz, der uns weiser gemacht hat. Auf die Trauer, die uns wachgerüttelt hat und auf das Leiden, das uns gestärkt hat. Trotz all den Niederschlägen haben wir nie verlernt, wieder aufzustehen und nach vorne zu blicken. Auch darauf kann und solltest Du stolz sein.

Selbstliebe ist der Weg zur wahren Freiheit

Natürlich ist es immer schön einen Partner an seiner Seite zu haben, der mit einem durch dick und dünn geht. Mit dem man lachen und weinen kann, in welchem Beziehungsverhältnis auch immer. Doch ist es nicht viel schöner, wenn Du Dein eigenes Glücklichsein nicht davon abhängig machen musst, ob es da jemanden gibt, der Dich mag oder gar liebt? Nur wenn Dein Leben ohne die Bedingung eines Partners oder den Einfluss von anderen äußeren Faktoren lebenswert ist und Dich glücklich macht, bist Du auch bedingungslos glücklich. Ohne „wenn“ und „aber“, denn Du bist Dein Glück und letzteres kommt aus Dir heraus. Erst dann bist Du auch in der Lage jemand anderen wirklich zu lieben. Denn dann liebst Du ihn nicht, weil er/sie Dich liebt.
Man heiratet ja auch nicht den Menschen, mit dem man sich das weitere Leben vorstellen kann. Sondern man sollte den Menschen heiraten, ohne den man sich sein weiteres Leben nicht vorstellen kann. Wenn man überhaupt heiraten muss.

Natürlich ist es schön einen Partner an seiner Seite zu haben, der das Topping auf Dir als Torte ist. Viel schöner ist es aber, wenn Du auch ohne Topping die geilste Torte auf diesem Planeten bist.

Rosa Lazić
So viel Liebe auf einem Bild, ein wunderschöner Sonnenuntergang in meiner Heimat <3
So viel Liebe auf einem Bild, ein wunderschöner Sonnenuntergang in meiner Heimat <3
Gesunde Selbstliebe ist weder arrogant noch egoistisch

Seitdem ich diese Erkenntnis habe, bin ich viel gelassener und glücklicher. Vor allem habe ich einen gesunden Egoismus entwickelt, der mir mit meinem Mutter-Teresa-Syndrom etwas gefehlt hat. Ich bin immer für alle da und jetzt bin ich auch für mich selbst da. Und das ist nicht einmal wirklich egoistisch, sondern hat etwas mit einem gesunden Selbstwert zu tun. So habe ich auch gelernt, öfters mal ‚Nein!“ zu sagen, was mir immer sehr schwer fiel, weil ich niemandem vor den Kopf stoßen wollte. Ich habe viel zu oft anderen zuliebe Dinge getan, die wahrscheinlich das Gleiche nie für mich getan hätten. Ich muss gestehen, dass ich kaum jemanden kenne, der so viel Rückgrat und Loyalität Freunden gegenüber hat, wie ich. Langsam sollte ich das auch mir selbst gegenüber haben. Tatsächlich bin ich da immer noch im Lernprozess, aber ich sehe auch, wie befreiend so ein „Nein!“ für mich selbst sein kann.

Ein ehrliches „Nein!“ kann einem keiner übel nehmen. Es ist viel aufrichtiger als ein unehrliches „Ja!“

Rosa Lazić
Trau Dich, Du selbst zu sein!

Im Leben passiert es oft, dass wir uns mit weniger zufrieden geben als wir sollten. Sei es aus Bequemlichkeit oder Lethargie. Viel zu wenige wagen es ihren Träumen zu folgen. Die Person zu sein, die sie gerne wären, frei von gesellschaftlichen Konventionen. Trenne Dich von Menschen, die Dich klein halten wollen oder Dir vorschreiben, wer Du sein sollst. Es ist Dein Leben. Vergeude es nicht damit, es anderen Menschen Recht machen zu wollen, deren Meinung ohnehin unwichtig ist und die Du nicht beeinflussen kannst. Lebe Dein Leben. Sei die Person, die Du immer schon sein wolltest. Und sei nicht strenger zu Dir selbst als Du es mit anderen bist.

Du wirst für manche Menschen auch immer ein wenig „zu viel“ sein, wie ich es in einem meiner persönlichsten Blogpost schon beschrieben habe. Zu warmherzig, zu laut, zu weich, zu leidenschaftlich. Du kannst und solltest Dich auch immer für Fehler entschuldigen, wenn Du jemandem unbeabsichtigt weh getan hast. Fehler machen uns zu Menschen. Aber entschuldige Dich nicht für das, wer Du bist. Es gibt Menschen, die Dich genau deswegen lieben. Mach‘ Dein Ding. Belohne Dich auch für kleine Etappenziele. Schalte Dein Handy öfters aus und nimm Dir bewusst Zeit für Dich und Deine Bedürfnisse. Woher sollst Du Dir die Zeit nehmen? Versuche es mal damit, Dir keine Zeit mehr für Menschen zu nehmen, die wie Vampire Deine Energie saugen. Schon hast Du mehr Zeit als Du wahrscheinlich dachtest!

Sei Dir selbst am nächsten!

Ich habe lange Zeit überlegt, ob ich das nicht auch in eigene Worte fassen kann, was jetzt folgt. Aber John Stralecky trifft es in seinem Buch „The Big Five For Life„* so auf den Punkt, dass ich es nicht besser könnte. Eins meiner absoluten Lieblingsbücher und ich kann es Dir nur wärmstens ans Herz legen. Auch wenn es nicht direkt auf das Thema Selbstliebe abzielt, bringt es Dir die Botschaft sehr nahe, Dich zu trauen, Dein eigenes Leben zu leben. Und auch das ist für mich eine Form der Selbstliebe.

„Wie wäre es, wenn jeder Tag unseres Lebens katalogisiert würde? Unsere Gefühle, die Menschen, mit denen wir zu tun haben, die Dinge, mit denen wir unsere Zeit verbringen. Und wenn am Ende unseres Lebens ein Museum eingerichtet würde, in dem genau das zu sehen wäre? Wenn wir zu 80 % unsere Zeit mit einem Job verbrächten, der uns nicht erfüllt, dann wären auch 80 % des Museums damit gefüllt. Wenn wir zu 90 % der Menschen, mit denen wir zu tun haben, freundlich wären, würde das abgebildet. Aber wenn wir ständig ungehalten und misslaunig wären oder 90 % der Menschen in unserem Umfeld anschreien würden, könnte man auch das sehen. Wenn wir gerne draußen in der Natur wären oder gerne das Leben mit unserem Partner, den Kindern oder Freunden genießen würden, aber alldem nur 2 % unseres Lebens widmen würden, dann wären auch nur 2 % unseres Museums damit gefüllt – so sehr wir uns vielleicht etwas anderes wünschen würden.

Wie wäre es, am Ende unseres Lebens durch das Museum zu gehen? Wie würden wir uns dabei fühlen? Wie würden wir uns fühlen, wenn wir wüssten, dass uns das Museum für immer und ewig so zeigen würde, wie man sich an uns erinnert? Alle Besucher würden uns genau so kennenlernen, wie wir tatsächlich waren. Die Erinnerung an uns würde nicht auf dem Leben basieren, das wir uns erträumt hatten, sondern darauf, wie wir tatsächlich gelebt haben.

Und wie wäre es, wenn der Himmel oder das Jenseits oder wie auch immer wir uns das Leben nach dem Tod vorstellen, so aussähe, dass wir auf ewig Führungen in unserem eigenen Museum machen würden?“ – John Stralecky, The Big Five for Life


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